Von Kindern, Fahrrädern und Hunden

Stopschild

Vor paar Tagen wollte ich in Köln mein Fahrrad mit in die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen. Ich selbst habe ein Monatsticket des KVB, mit dem ich das Fahrrad nur am Wochenende und nach 19 Uhr kostenlos mitnehmen darf. Okay, dachte ich, es gibt bestimmt eine ermäßigte Fahrradkarte oder sowas.

Ja, es gibt eine Fahrradkarte. Aber Ermäßigung? Pustekuchen! Die kostet genausoviel wie ein Erwachsenen-Ticket: 2,30 Euro. Angesichts der Tatsache, dass Fahrräder selten alleine fahren, eine teuere Angelegenheit. Dazu kommt, dass die Mitnahme nicht mal garantiert wird, nein, „dem Personal ist die Entscheidung vorbehalten, ob noch Platz zur Verfügung steht.

Was noch ärgerlicher ist, ist die Ungleichheit. Kinder unter 6 Jahren dürfen kostenlos bei einem Erwachsenen mitfahren. Für die bis 14jährigen gilt dann der Ermäßigungstarif, der für mein Fahrrad nicht gilt. Dabei ist das viel ruhiger und nimmt auch nicht mehr Platz weg als so manches dicke gewichtsmäßig benachteiligte Kind.

Doch Deutschland soll kinderfreundlicher werden und ich habe auch nicht gegen Kinder, deshalb lieber ein anderes Beispiel. Hunde! Die dürfen bei den Kölner Verkehrs-Betrieben ebenfalls kostenlos mitgenommen werden. Nicht nur einer, mehrere! Ich könnte mit vier bulligen Berner Sennenhunden in den Waggon steigen und zahle… nix! Nicht mal bei Platzmangel müssen die Tiere draußen bleiben. Das nenne ich unfair…

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