Godot war gestern: Warten auf den Stromanbieter

Ich möchte den Stromanbieter wechseln. Ende September 2007. Von RheinEnergie zu Lichtblick. Ist ökologisch und so. Unterlagen ausgefüllt. Warten. Nichts.

Am 18.02.2008 (nach fast fünf Monaten) auf Nachfrage per Email eine Antwort von Lichtblick:

Vielen Dank für ihre Email. Die RheinEnergie hat uns bis zum heutigen Tage die Belieferung durch LichtBlick sowie die Netznutzung nicht bestätigt. Diese haben wir nun erneut reklamiert. Sobald uns die Bestätigung durch die RheinEnergie vorliegt, werden wie sie schriftlich informieren.

Am 03.03.2008 (nach über fünf Monaten) ein Brief von LichtBlick:

Sie möchten zu LichtBlick wechseln. Wir möchten Sie gerne als unseren Kunden begrüßen. So gesehen haben wir beide das selbe Ziel. Nun fragen Sie sich sicher zu Recht, warum bisher trotzdem noch keine Umstellung Ihrer Stromversorgung auf LichtBlick erfolgte.

Zum 01.08.2007 wurde der bundesweite Datenaustausch zwischen Netzbetreibern und Stromversorgern umgestellt, um den Wechsel der Kunden schneller und unkomplizierter zu gestalten.

Neue Systeme arbeiten leider nicht immer fehlerfrei, weshalb wir Sie zu unserem Bedauern noch nicht als Kunden begrüßen konnten. Ihr neuer voraussichtlicher Liefertermin ist der 01.04.2008.

April, April. Warten. Nichts.

Am 30.05.2008 (nach genau acht Monaten) der nächste Brief von LichtBlick:

Trotz Verzögerungen durch Abstimmungsschwierigkeiten mit Ihrem bisherigen Stromversorger ist es uns jetzt gelungen, den Wechsel zu LichtBlick rückwirkend zum 28.09.2007 zu ermöglichen.

Endlich. Großkonzerne können manchmal so störrisch sein.

Alte Bank, neue Adresse

Der anonymisierte Antwortbrief der Bank Als ersten Eintrag etwas, was mich nicht richtig verärgerte, sondern mehr amüsierte. Sozusagen ein leichter Einstieg ins Thema Kundenservice.

Vor wenigen Monaten bin ich von Berlin nach Köln gezogen und habe mir einen Nachsendeauftrag eingerichtet. Fast alle Freunde, Geschäftspartner und sonstige Kontakte waren informiert, fehlte nur noch eine meiner Banken.

Als erstes schrieb ich der Bank eine E-Mail mit der Bitte um Adressänderung. Daraufhin bekam ich die Antwort, dass ich das schriftlich machen müsse, damit sie sich sicher sein können, dass ich auch dazu berechtigt sei. Na gut, Schreiben aufgesetzt und abgeschickt. Paar Tage später bekomme ich einen Brief geschickt an die alte Adresse, in dem stand, dass meine neue Adresse ab sofort als Kontaktweg genutzt würde. Es geht also auch kompliziert, wenn es einfach ginge.

Übrigens bat ich im selben Brief auch um die Zusendung eines Änderungsformulars für einen Freistellungsauftrag, aber der ist auch vier Tage später nicht angekommen…

Kleines Update am 20.02.2008: Obwohl ich es längst schriftlich habe, dass die Bank meine neue Adresse kennt, wird das Kundenmanagazin derBank weiterhin an meine alte Adresse geschickt.