Google und der Rassismus-Vorwurf

Beim Stöbern auf YouTube bin ich über mehrere eindeutig rassistische Videos gestolpert. Kurz als „inappropriate“ bei Youtube gemeldet und das Profil das Nutzers angeschaut. Dort hat er eine Webseite im Format „http://XX-IDIOT-XX%5BZAHL%5D.googlepages.com/“ angegeben. Diese Webseite strotzt ebenfalls vor rassistischen Inhalt und wurd eindeutig von einem Psychopaten verfasst. Der Typ hat anscheinend Erfahrung, dass ihm Webseiten gesperrt werden, denn [ZAHL] wird einfach immer um eins erhöt und mit dem gleichen Inhalt neu aufgemacht. Mittlerweile ist er bei 8 bzw.9. und das gilt nur für eine von vielen seiner Unterseiten.

Da die Webseite www.googlepages.com von Google betrieben wird, meldete ich mal kurz den Inhalt ebenfalls als Verstoß gegen die Nutzungsregeln. Hier die Antwort von Google:rassismus-webseite.jpg

„Googlepages.com is a US site regulated by US law. Google is a provider of content creation tools, not a mediator of that content. We allow our users to create pages, but we don’t make any claims about the content of these pages. Given these facts, and pursuant with section 230(c) of the Communications Decency Act, Google does not remove allegedly defamatory material from our search results. You will need to work directly with the webmaster of the page in question to have this information removed or changed. We are sorry we cannot assist you further at this time.“

Übersetze ich das richtig? Erstens wollte ich nicht, dass die Webseite aus dem Suchindex von Google genommen wird, sondern dass die Seite selbst gesperrt wird und es ist ziemlich egal, was für gesetze in den USA herrschen, wenn schon in den Nutzungsbedingungen von Google („Terms Of Use“) folgendes steht:

HATEFUL CONTENT: Users may not publish material that promotes hate toward groups based on race or ethnic origin, religion, disability, gender, age, veteran status, and sexual orientation/gender identity.

Abgesehen davon gibt es etliche Copyright-Verletzungen auf der Seite, die Google ebenfalls verbietet. Ich habe obige Punkte sinngemäß geantwortet, mal sehen, ob Google es sich anders überlegt.

Viele sexy Männer

Was ist das?

23 schöne Männer (und zwei Frauen) auf 22 Seiten Werbung.

Eine Seite Inhaltsverzeichnis.

Eine Seite Werbung.

Eine Seite Inhaltsverzeichnis.

24 schöne Männer (und zehn Frauen) auf elf Seiten Werbung.

Eine Seite Editorial.

Zehn schöne Männer (und eine Frau) auf 15 Seiten Werbung (davon zwei halbe Seiten Impressum).

Na, schon eine Idee?

Nach 52 Seiten (das ist ein Viertel der Zeitschrift!) fängt die März-Ausgabe der Männerzeitschrift GQ an. GQ März

Kleine Zwischenbilanz: 57 Männer (die Bilder des Inhaltsverzeichnisses nicht mitgezählt) und 13 Frauen. Die scherzen echt nicht, wenn es um die Anzahl der Männer in ihrem Blatt geht. Nur: Warum sollte ich 4,50 Euro ausgeben, um mir so viel Werbung anschauen zu dürfen?

Meine Odyssee mit Weltbild

Reklamationen sind eine lästige Sache. Noch ärgerlicher wird es, wenn man noch nicht mal Kunde bei dem betreffenden Unternehmen ist. So geschehen bei Weltbild.

Ich bekomme öfter Pakete an die Tür geliefert und nehme sie routinemäßig an. Anfang Dezember war eine Sendung von Weltbild dabei. Der Inhalt: Eine DVD mit dem Film „Schneekönigin“, ein Märchenbuch, eine billige Wetterstation und ein kleiner Kalender – und eine Rechnung. Dabei bin ich noch nicht mal Kunde dort! Ich wollte schon zum Telefonhörer greifen, als ich sah, dass ein Anruf beim Kundenservice 14 Cent/Minute kosten würde. Für einen Fehler, den ich nicht mal zu verschulden hatte?

Stattdessen schickte ich eine E-Mail an den Kundenservice mit der Bitte um Abholung der unnützen Ware. Ich bekam paar Tage darauf ein Rückgabeformular zugeschickt. Damit sollte ich die Sendung zum nächsten Hermes-Versandshop bringen. Da ich nicht einsah, dass ich dafür durch halb Köln fahren sollte, antwortete ich das dem Kundenservice per E-Mail und suchte intensiver nach einer Telefonnummer.

Auf der Webseite Weltbild.com unter „Presse/Kontakt“ stand endlich eine bezahlbare Festnetznummer in Augsburg. Ich rief an und bevor mich die Dame nett abwimmeln konnte, erklärte ich ihr kurz mein Problem. Sie notierte sich die Rechnungsnummer und versprach einen Rückruf. Tatsächlich, anderthalb Stunden später erhielt ich einen Anruf einer Weltbild-Mitarbeiterin (Fehler: Ich habe mir nicht ihren Namen notiert!). Sie meinte, da sei wohl was schiefgelaufen, meine Adresse würde gesperrt, sodaß niemand mehr versehentlich an meinen Namen was schicken könne und die gelieferte Ware könne ich einfach behalten oder wegschmeißen. Gesagt, getan.

Damit war das Thema für mich erledigt, für Weltbild jedoch noch nicht. Wegen meiner zweiten E-Mail bekam ich wenige Tage später noch einen Rücksendeschein geschickt, diesmal müsste ich die Sendung nicht zum Hermes-Versandshop schleppen, sondern nur zur nächsten Post. Was für ein Fortschritt! In der nächsten Mail an den Kundenservice erwähnte ich mein Telefonat und das die Sache für mich erledigt sei. Als Antwort erhielt ich per Mail die Zusage, dass jetzt ein DHL-Termin vereinbart werden könne, um die Sendung bei mir abzuholen. Da ich dem armen Paketauslieferer nicht zumuten wollte, in der Mülltonne zu suchen, ging die letzte Mail an den Kundenservice, in der ich fast genau das Gleiche schrieb wie in der vorigen.

Endlich, endlich verstand dann auch Weltbild, was ich von Ihnen wollte: Nur meine Ruhe. Mit einer letzten Mail wurde mir das bestätigt.

Kundenservice-Autismus

Auch eine Möglichkeit, Kundenservice zu betreiben: Wir ignorieren einfach die Beschwerden! So anscheinend geschehen bei der Telekom in den letzten Monaten, wie heise.de hier berichtet.

Mal so, mal so

Kulturbunker MülheimDas Internet ist eine endgeile tolle Sache: Infos, wohin das Auge reicht. Sie sollten nur stimmen.

Mit einer Freundin wollte ich am Montag zum Kulturbunker Mülheim gehen, um den Film „Science Of Sleep“ zu sehen. Sie schaut extra auf deren Webseite, wann der Film beginnt. 20 Uhr, okay. Wir also pünktlich los, damit wir 10 vor 20 Uhr dort ankommen. Dort steht jedoch groß ausgedruckt auf Papierbögen, dass der Film 19 Uhr beginnt. Tja, zwei zahlende Kunden weniger…

Am Mittwoch eine kurze Mail an die Veantwortlichen geschickt, aber noch keine Antwort erhalten. Ist vielleicht untergegangen in deren Chaos…