Alter Käse in neuer Verpackung

Okay, nach dem „Tatort“ letzte Woche im Billig-Discounter-Milieu mag ich es kaum zugeben, aber: Ja, wir kaufen oft bei Kaufland.

Kaufland-Gouda

Nur beim Gouda mittelalt in Scheiben von der Kaufland-Eigenmarke K-Classic sollte man aufpassen. Mehrmals ist es uns passiert, dass der Käse nach nur 2-3 Tagen am Rand zu schimmeln anfing. Irgendwann ist uns aufgefallen, wie wir das verhindern können. Durch die Klarsichtverpackung sieht man nämlich glücklicherweise, wie der Rand des Käses beschaffen ist. Wenn nur eine der kurzen Seiten abgeschnitten ist – okay, ist normal. Wenn aber auch eine der langen Seitenränder abgeschnitten wurde, vermuten wir, dass der Käse dort schon vor dem Verpacken nicht mehr ganz in Ordnung war, denn das waren immer die Käseverpackungen, bei denen uns der Käse schlecht geworden ist.

Also, Augen auf beim Käsekauf.

Immerhin: Wer das bei Kaufland an der Info-Theke reklamiert, bekommt sein Geld zurück und eine Tafel der billigen Kaufland-Schokolade. So gehört sich das.

Advertisements

Kroketteneis ohne Panade: Das Capitol in Köln

Hunger. Wir wollen mit Besuch essen. Das „Capitol“ in der Zülpicher Straße 24 lockte mit billigen Pizza- und Pasta-Preisen. Die drei Pizzen waren ganz in Ordnung. Probleme gab es nur mit der vierten Bestellung: „Wiener Schnitzel mit Kroketten und Sauce Hollandaise„.

Erstmal kamen die Bestellungen nicht zeitgleich an und das Besteck war eklig fettig. Aber egal. Das Wiener Schnitzel war ohne Panade, also kein „Wiener Schnitzel„. Statt der Sauce Hollandaise gab es eine Pilzsoße. Außerdem waren die Kroketten innen noch gefroren.

Also ging der Teller reklamiert zurück. Als der aber nach einigen Minuten wieder kam, die Kroketten außen dunkler, innen aber immer noch eisgekühlt, haben wir auf das Essen verzichtet und uns eine Currywurst geholt.

Aber für Kroketteneis ist das Capitol wohl eine der seltenen Adressen…

Meine Odyssee mit Weltbild

Reklamationen sind eine lästige Sache. Noch ärgerlicher wird es, wenn man noch nicht mal Kunde bei dem betreffenden Unternehmen ist. So geschehen bei Weltbild.

Ich bekomme öfter Pakete an die Tür geliefert und nehme sie routinemäßig an. Anfang Dezember war eine Sendung von Weltbild dabei. Der Inhalt: Eine DVD mit dem Film „Schneekönigin“, ein Märchenbuch, eine billige Wetterstation und ein kleiner Kalender – und eine Rechnung. Dabei bin ich noch nicht mal Kunde dort! Ich wollte schon zum Telefonhörer greifen, als ich sah, dass ein Anruf beim Kundenservice 14 Cent/Minute kosten würde. Für einen Fehler, den ich nicht mal zu verschulden hatte?

Stattdessen schickte ich eine E-Mail an den Kundenservice mit der Bitte um Abholung der unnützen Ware. Ich bekam paar Tage darauf ein Rückgabeformular zugeschickt. Damit sollte ich die Sendung zum nächsten Hermes-Versandshop bringen. Da ich nicht einsah, dass ich dafür durch halb Köln fahren sollte, antwortete ich das dem Kundenservice per E-Mail und suchte intensiver nach einer Telefonnummer.

Auf der Webseite Weltbild.com unter „Presse/Kontakt“ stand endlich eine bezahlbare Festnetznummer in Augsburg. Ich rief an und bevor mich die Dame nett abwimmeln konnte, erklärte ich ihr kurz mein Problem. Sie notierte sich die Rechnungsnummer und versprach einen Rückruf. Tatsächlich, anderthalb Stunden später erhielt ich einen Anruf einer Weltbild-Mitarbeiterin (Fehler: Ich habe mir nicht ihren Namen notiert!). Sie meinte, da sei wohl was schiefgelaufen, meine Adresse würde gesperrt, sodaß niemand mehr versehentlich an meinen Namen was schicken könne und die gelieferte Ware könne ich einfach behalten oder wegschmeißen. Gesagt, getan.

Damit war das Thema für mich erledigt, für Weltbild jedoch noch nicht. Wegen meiner zweiten E-Mail bekam ich wenige Tage später noch einen Rücksendeschein geschickt, diesmal müsste ich die Sendung nicht zum Hermes-Versandshop schleppen, sondern nur zur nächsten Post. Was für ein Fortschritt! In der nächsten Mail an den Kundenservice erwähnte ich mein Telefonat und das die Sache für mich erledigt sei. Als Antwort erhielt ich per Mail die Zusage, dass jetzt ein DHL-Termin vereinbart werden könne, um die Sendung bei mir abzuholen. Da ich dem armen Paketauslieferer nicht zumuten wollte, in der Mülltonne zu suchen, ging die letzte Mail an den Kundenservice, in der ich fast genau das Gleiche schrieb wie in der vorigen.

Endlich, endlich verstand dann auch Weltbild, was ich von Ihnen wollte: Nur meine Ruhe. Mit einer letzten Mail wurde mir das bestätigt.

Kundenservice-Autismus

Auch eine Möglichkeit, Kundenservice zu betreiben: Wir ignorieren einfach die Beschwerden! So anscheinend geschehen bei der Telekom in den letzten Monaten, wie heise.de hier berichtet.

Echt nicht farbecht

Einmal im Jahr steht der Geburtstag meiner Mutter an. Sie wünschte sich dieses Jahr Glückwunschkarten zum Verschicken. Die wollte ich ihr in einer Metalldose schenken, die mit einem Foto bedruckt war.

Viele Fotodienstleister bieten mittlerweile an, neben Fotos auch andere Gegenstände zu bedrucken. T-Shirts, Puzzles, Tassen, etc. Die Firma Personello hat sich darauf spezialisiert, Fotos auf viele Dinge zu drucken. Aber so richtig klappt das nicht.

Die Dose und mein FotoUm es vorweg zu sagen: Berufsmäßig bedingt arbeite ich mit einem kalibrierten (also farbechten) Monitor und habe das Foto auch normal als Foto drucken lassen. Das gleiche Foto habe ich an Personello geschickt, damit sie es für 9.90 Euro (plus Versand) auf eine kleine Geschenkdose drucken. Nur wenige Tage später kommt die Sendung an, aber das Foto auf der Dose hat einen deutlichen Türkis-Stich. Das sieht (vor allem bei dem Keks-Foto) scheiße unappetitlich aus.

Die Reklamation:
Kurze E-Mail an Personello geschickt, am nächsten Tag die Antwort, dass sie die Dose per DHL abholen lassen wollen und bei berechtigter Beschwerde eine neue machen. Am Tag darauf die Terminvereinbarung für die Abholung, DHL kommt pünktlich. Am folgenden Tag die E-Mail, dass sie mir eine neue Dose drucken wollen und bitten, das Foto per Mail noch mal zu schicken. Geschrieben, getan und wenige Tage später halte ich die neue Dose in der Hand.

Blöd ist aber, dass die Dose wieder genauso türkisstichig ist. Nun rufe ich bei Personello an. Zwar ist der Kundendienst nur von 9-11 Uhr werktags erreichbar, aber immerhin ist es eine normale Festnetznummer, für die nicht 14 Cent/Minute anfallen. Die freundliche Dame am Telefon ist die gleiche, mit der ich Mailkontakt hatte. Ich trage meine Beschwerde vor und sie fragt ihren Kollegen an den Maschinen. Dieser meint jedoch zu ihr, dass er da nichts ändern könne, bei einigen Motiven gehe das eben nicht anders.

Ja, blöd gelaufen. Da wird als Service der Druck auf Dinge angeboten, auf die sich anscheinend nicht richtig drucken lässt. Als Entschädigung bietet mir die Dame 20% Rabatt an, auf den ich jedoch dankend verzichte. Denn: So ärgerlich der falsche Druck bei einem Geburtstagsgeschenk auch ist, zumal er nicht korrigiert werden konnte, so vorbildlich ist doch die Abwicklung der gesamten Beschwerde gewesen.