Kontoauszüge im Nirvana

Wie in einem anderen Beitrag schon erwähnt, bin ich von Berlin nach Köln gezogen.

Doch nicht nur die dort erwähnte Berliner Volksbank hat Probleme damit. Auch die Berliner Sparkasse, bei der ich ein Konto habe, überfordert das zeitweise.

Ich bin ganz zufrieden mit der Sparkasse und wollte nach dem Umzug deshalb da bleiben. Geld abheben funktioniert auch in Köln, einziger Nachteil: Ich kann an den Automaten der Kölner Stadtsparkasse keine Kontoauszüge abholen.

Also habe ich mir das Online-Banking eingerichtet, um zumindest meine Umsätze online ansehen zu können. Durch die Rechnungslegungspflicht der Banken müssen mir die Kontoauszüge 60 Tage nach dem letzten Abruf der Papierauszüge zugeschickt werden. Auch damit habe ich kein Problem.

Nun war es wieder soweit, dass ich einen Brief hätte erhalten müssen. Aber die Kontoauszüge kamen nicht. Ich war zu der Zeit nicht in Berlin und es wurde mir auch nicht wie üblich das Porto vom Konto abgezogen, was für die Verschickung nötig gewesen wäre.

Nun mein Anruf bei der Service-Hotline: Ein Auszug sei abgeholt werden, es sei aber nicht möglich zu sehen, ob am Automaten oder postalisch verschickt! Natürlich könne mir ein Auszug nachträglich erstellt werden, das koste aber mindestens 5,50 Euro. Auch das fand ich zwar unnötig, hätte ich aber bezahlt.

Immerhin wies mich die Dame am Telefon darauf hin, dass das nur die Mindestgebühr sei. Pro Buchung würden 25 Cent fällig. Grob überschlagen hatte ich in den 60 Tagen ca. 80 Buchungen gemacht, das wären also ca. 20 Euro gewesen. Nur damit mir die Bank paar Seiten Papier zusendet!

Daraufhin schrieb ich eine schriftliche Beschwerde an die Berliner Sparkasse. Hier ein Auszug der Antwort:

„Am XX Februar 2008 wurden tatsächlich die Kontoauszüge XX/2007 und XX/2008 erstellt und versandt. Leider können wir nicht ergründen, weshalb sie diese nicht erhalten haben. Beide Auszüge senden wir Ihnen erneut zu. Auf eine Preisberechnung haben wir aus Kulanz verzichtet.“

Na also, geht doch. Vielen Dank.

Voll, voller, Deutsche Post

Ich verstehe ja, wenn Arbeiter streiken. Auch wenn Mitarbeiter der Deutschen Post AG streiken. So habe ich Anfang April die Zähne zusammengebissen, als ich während des Streiks einen Brief in den Briefkasten stecken wollte und dieser im wahrsten Sinne des Wortes überquoll.

Voller Briefkasten der Deutschen Post AG

Als das heute aber wieder passierte, ärgere ich mich doch. Ich meine, dieser Briefkasten wird täglich 16:45 Uhr geleert (so steht es zumindest drauf) und um 13 Uhr habe ich einen Brief eingeworfen, bzw. eher reingequetscht.

Ich glaube nicht, dass sich dieser hüfthohe Briefkasten – ja, das war kein kleiner quadratischer Kasten, sondern eine große hohle Säule – innerhalb von ca. 20 Stunden so schnell füllt.

Ich hätte nur 1x reingreifen brauchen und mir zig Briefe rausholen können. Was sagt wohl der Datenschutzbeauftragte dazu?

Käufer sind gefühlte Verbrecher

Simpsons-DVDVor paar Tagen habe ich über amazon.de zwei Staffeln der Simpsons auf DVD gekauft. Beim Einlegen jeder Original-DVD erscheint erst mal eine Minute lang ein Clip gegen Raubkopierer, die ja bekanntlich Verbrecher sind, den man auch nicht überspringen kann.

Danach wird nochmals als Textnachricht darauf hingewiesen, dass das Kopieren der (sowieso kopiergeschützten) DVD verboten sei und bestraft würde und dann irgendwann kann der Spaß beginnen.

Ich meine, wenn sowas bei illegal aus dem Internet runtergeladenen Filmen angezeigt würde, könnte ich es ja verstehen, aber die cleveren Raubkopierer schneiden sowas ja weg. Nur der doofe Käufer muß sich den Schund anschauen… *grummel*

Von Kindern, Fahrrädern und Hunden

Stopschild

Vor paar Tagen wollte ich in Köln mein Fahrrad mit in die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen. Ich selbst habe ein Monatsticket des KVB, mit dem ich das Fahrrad nur am Wochenende und nach 19 Uhr kostenlos mitnehmen darf. Okay, dachte ich, es gibt bestimmt eine ermäßigte Fahrradkarte oder sowas.

Ja, es gibt eine Fahrradkarte. Aber Ermäßigung? Pustekuchen! Die kostet genausoviel wie ein Erwachsenen-Ticket: 2,30 Euro. Angesichts der Tatsache, dass Fahrräder selten alleine fahren, eine teuere Angelegenheit. Dazu kommt, dass die Mitnahme nicht mal garantiert wird, nein, „dem Personal ist die Entscheidung vorbehalten, ob noch Platz zur Verfügung steht.

Was noch ärgerlicher ist, ist die Ungleichheit. Kinder unter 6 Jahren dürfen kostenlos bei einem Erwachsenen mitfahren. Für die bis 14jährigen gilt dann der Ermäßigungstarif, der für mein Fahrrad nicht gilt. Dabei ist das viel ruhiger und nimmt auch nicht mehr Platz weg als so manches dicke gewichtsmäßig benachteiligte Kind.

Doch Deutschland soll kinderfreundlicher werden und ich habe auch nicht gegen Kinder, deshalb lieber ein anderes Beispiel. Hunde! Die dürfen bei den Kölner Verkehrs-Betrieben ebenfalls kostenlos mitgenommen werden. Nicht nur einer, mehrere! Ich könnte mit vier bulligen Berner Sennenhunden in den Waggon steigen und zahle… nix! Nicht mal bei Platzmangel müssen die Tiere draußen bleiben. Das nenne ich unfair…

Winter ohne Mütze

Verdammte Scheiße! Totaler Mist! Es waren gestern Nacht Minusgrade draußen, aber ich habe in keinem Geschäft mehr Wintermützen bekommen können. Das nenne ich mal eine Nichterfüllung des kapitalistischen Prinzips „Angebot und Nachfrage“… Von wegen der Markt regiert. Pah. Ich darf mir jetzt noch paar Wochen die Ohren abfrieren… Brrrr!

Google und der Rassismus-Vorwurf

Beim Stöbern auf YouTube bin ich über mehrere eindeutig rassistische Videos gestolpert. Kurz als „inappropriate“ bei Youtube gemeldet und das Profil das Nutzers angeschaut. Dort hat er eine Webseite im Format „http://XX-IDIOT-XX%5BZAHL%5D.googlepages.com/“ angegeben. Diese Webseite strotzt ebenfalls vor rassistischen Inhalt und wurd eindeutig von einem Psychopaten verfasst. Der Typ hat anscheinend Erfahrung, dass ihm Webseiten gesperrt werden, denn [ZAHL] wird einfach immer um eins erhöt und mit dem gleichen Inhalt neu aufgemacht. Mittlerweile ist er bei 8 bzw.9. und das gilt nur für eine von vielen seiner Unterseiten.

Da die Webseite www.googlepages.com von Google betrieben wird, meldete ich mal kurz den Inhalt ebenfalls als Verstoß gegen die Nutzungsregeln. Hier die Antwort von Google:rassismus-webseite.jpg

„Googlepages.com is a US site regulated by US law. Google is a provider of content creation tools, not a mediator of that content. We allow our users to create pages, but we don’t make any claims about the content of these pages. Given these facts, and pursuant with section 230(c) of the Communications Decency Act, Google does not remove allegedly defamatory material from our search results. You will need to work directly with the webmaster of the page in question to have this information removed or changed. We are sorry we cannot assist you further at this time.“

Übersetze ich das richtig? Erstens wollte ich nicht, dass die Webseite aus dem Suchindex von Google genommen wird, sondern dass die Seite selbst gesperrt wird und es ist ziemlich egal, was für gesetze in den USA herrschen, wenn schon in den Nutzungsbedingungen von Google („Terms Of Use“) folgendes steht:

HATEFUL CONTENT: Users may not publish material that promotes hate toward groups based on race or ethnic origin, religion, disability, gender, age, veteran status, and sexual orientation/gender identity.

Abgesehen davon gibt es etliche Copyright-Verletzungen auf der Seite, die Google ebenfalls verbietet. Ich habe obige Punkte sinngemäß geantwortet, mal sehen, ob Google es sich anders überlegt.

Viele sexy Männer

Was ist das?

23 schöne Männer (und zwei Frauen) auf 22 Seiten Werbung.

Eine Seite Inhaltsverzeichnis.

Eine Seite Werbung.

Eine Seite Inhaltsverzeichnis.

24 schöne Männer (und zehn Frauen) auf elf Seiten Werbung.

Eine Seite Editorial.

Zehn schöne Männer (und eine Frau) auf 15 Seiten Werbung (davon zwei halbe Seiten Impressum).

Na, schon eine Idee?

Nach 52 Seiten (das ist ein Viertel der Zeitschrift!) fängt die März-Ausgabe der Männerzeitschrift GQ an. GQ März

Kleine Zwischenbilanz: 57 Männer (die Bilder des Inhaltsverzeichnisses nicht mitgezählt) und 13 Frauen. Die scherzen echt nicht, wenn es um die Anzahl der Männer in ihrem Blatt geht. Nur: Warum sollte ich 4,50 Euro ausgeben, um mir so viel Werbung anschauen zu dürfen?