Viele sexy Männer

Was ist das?

23 schöne Männer (und zwei Frauen) auf 22 Seiten Werbung.

Eine Seite Inhaltsverzeichnis.

Eine Seite Werbung.

Eine Seite Inhaltsverzeichnis.

24 schöne Männer (und zehn Frauen) auf elf Seiten Werbung.

Eine Seite Editorial.

Zehn schöne Männer (und eine Frau) auf 15 Seiten Werbung (davon zwei halbe Seiten Impressum).

Na, schon eine Idee?

Nach 52 Seiten (das ist ein Viertel der Zeitschrift!) fängt die März-Ausgabe der Männerzeitschrift GQ an. GQ März

Kleine Zwischenbilanz: 57 Männer (die Bilder des Inhaltsverzeichnisses nicht mitgezählt) und 13 Frauen. Die scherzen echt nicht, wenn es um die Anzahl der Männer in ihrem Blatt geht. Nur: Warum sollte ich 4,50 Euro ausgeben, um mir so viel Werbung anschauen zu dürfen?

Meine Odyssee mit Weltbild

Reklamationen sind eine lästige Sache. Noch ärgerlicher wird es, wenn man noch nicht mal Kunde bei dem betreffenden Unternehmen ist. So geschehen bei Weltbild.

Ich bekomme öfter Pakete an die Tür geliefert und nehme sie routinemäßig an. Anfang Dezember war eine Sendung von Weltbild dabei. Der Inhalt: Eine DVD mit dem Film „Schneekönigin“, ein Märchenbuch, eine billige Wetterstation und ein kleiner Kalender – und eine Rechnung. Dabei bin ich noch nicht mal Kunde dort! Ich wollte schon zum Telefonhörer greifen, als ich sah, dass ein Anruf beim Kundenservice 14 Cent/Minute kosten würde. Für einen Fehler, den ich nicht mal zu verschulden hatte?

Stattdessen schickte ich eine E-Mail an den Kundenservice mit der Bitte um Abholung der unnützen Ware. Ich bekam paar Tage darauf ein Rückgabeformular zugeschickt. Damit sollte ich die Sendung zum nächsten Hermes-Versandshop bringen. Da ich nicht einsah, dass ich dafür durch halb Köln fahren sollte, antwortete ich das dem Kundenservice per E-Mail und suchte intensiver nach einer Telefonnummer.

Auf der Webseite Weltbild.com unter „Presse/Kontakt“ stand endlich eine bezahlbare Festnetznummer in Augsburg. Ich rief an und bevor mich die Dame nett abwimmeln konnte, erklärte ich ihr kurz mein Problem. Sie notierte sich die Rechnungsnummer und versprach einen Rückruf. Tatsächlich, anderthalb Stunden später erhielt ich einen Anruf einer Weltbild-Mitarbeiterin (Fehler: Ich habe mir nicht ihren Namen notiert!). Sie meinte, da sei wohl was schiefgelaufen, meine Adresse würde gesperrt, sodaß niemand mehr versehentlich an meinen Namen was schicken könne und die gelieferte Ware könne ich einfach behalten oder wegschmeißen. Gesagt, getan.

Damit war das Thema für mich erledigt, für Weltbild jedoch noch nicht. Wegen meiner zweiten E-Mail bekam ich wenige Tage später noch einen Rücksendeschein geschickt, diesmal müsste ich die Sendung nicht zum Hermes-Versandshop schleppen, sondern nur zur nächsten Post. Was für ein Fortschritt! In der nächsten Mail an den Kundenservice erwähnte ich mein Telefonat und das die Sache für mich erledigt sei. Als Antwort erhielt ich per Mail die Zusage, dass jetzt ein DHL-Termin vereinbart werden könne, um die Sendung bei mir abzuholen. Da ich dem armen Paketauslieferer nicht zumuten wollte, in der Mülltonne zu suchen, ging die letzte Mail an den Kundenservice, in der ich fast genau das Gleiche schrieb wie in der vorigen.

Endlich, endlich verstand dann auch Weltbild, was ich von Ihnen wollte: Nur meine Ruhe. Mit einer letzten Mail wurde mir das bestätigt.

Kundenservice-Autismus

Auch eine Möglichkeit, Kundenservice zu betreiben: Wir ignorieren einfach die Beschwerden! So anscheinend geschehen bei der Telekom in den letzten Monaten, wie heise.de hier berichtet.

Mal so, mal so

Kulturbunker MülheimDas Internet ist eine endgeile tolle Sache: Infos, wohin das Auge reicht. Sie sollten nur stimmen.

Mit einer Freundin wollte ich am Montag zum Kulturbunker Mülheim gehen, um den Film „Science Of Sleep“ zu sehen. Sie schaut extra auf deren Webseite, wann der Film beginnt. 20 Uhr, okay. Wir also pünktlich los, damit wir 10 vor 20 Uhr dort ankommen. Dort steht jedoch groß ausgedruckt auf Papierbögen, dass der Film 19 Uhr beginnt. Tja, zwei zahlende Kunden weniger…

Am Mittwoch eine kurze Mail an die Veantwortlichen geschickt, aber noch keine Antwort erhalten. Ist vielleicht untergegangen in deren Chaos…

Betriebsdauer: Ein Negativrekord

Meine Freundin und ich wollten ihr Fahrrad reparieren.

Profex-SchlüsselknochenUns fehlte zum Ausbau des Hinterrades ein Maulschlüssel, deshalb fuhren wir zum Praktiker-Baumarkt und kauften einen Schlüsselknochen der Marke proFEX für drei Euro.

Wieder zuhause haben wir das Werkzeug ausgepackt und wollten das Rad ausbauen. Sie setzt den Schlüssel an, die Mutter sitzt fest, ich setze den Schlüssel an, knacks, und ich habe die Hälfte des Schlüsselknochens in der Hand. Durchgebrochen!

Normalerweise wird die Lebensdauer eines Geräts in Betriebsstunden (Glühbirnen) bis Betriebsjahren (Trecker) gemessen. In diesem Fall müsste sie in Betriebssekunden gemessen werden.

Ironie der Geschichte: Ich fuhr zurück zum Baumarkt, brachte das kaputte Werkzeug zurück und kaufte ein neues Set mit Maulschlüsseln für zehn Euro. Das ging jedoch nur bis zur Schlüsselgröße 14, während die Fahrradmutter Größe 15 hatte, wie ich zu Hause feststellen musste. Einige Dinge lernt man eben nicht in der Schule, sondern nur durch die Erfahrung.

Echt nicht farbecht

Einmal im Jahr steht der Geburtstag meiner Mutter an. Sie wünschte sich dieses Jahr Glückwunschkarten zum Verschicken. Die wollte ich ihr in einer Metalldose schenken, die mit einem Foto bedruckt war.

Viele Fotodienstleister bieten mittlerweile an, neben Fotos auch andere Gegenstände zu bedrucken. T-Shirts, Puzzles, Tassen, etc. Die Firma Personello hat sich darauf spezialisiert, Fotos auf viele Dinge zu drucken. Aber so richtig klappt das nicht.

Die Dose und mein FotoUm es vorweg zu sagen: Berufsmäßig bedingt arbeite ich mit einem kalibrierten (also farbechten) Monitor und habe das Foto auch normal als Foto drucken lassen. Das gleiche Foto habe ich an Personello geschickt, damit sie es für 9.90 Euro (plus Versand) auf eine kleine Geschenkdose drucken. Nur wenige Tage später kommt die Sendung an, aber das Foto auf der Dose hat einen deutlichen Türkis-Stich. Das sieht (vor allem bei dem Keks-Foto) scheiße unappetitlich aus.

Die Reklamation:
Kurze E-Mail an Personello geschickt, am nächsten Tag die Antwort, dass sie die Dose per DHL abholen lassen wollen und bei berechtigter Beschwerde eine neue machen. Am Tag darauf die Terminvereinbarung für die Abholung, DHL kommt pünktlich. Am folgenden Tag die E-Mail, dass sie mir eine neue Dose drucken wollen und bitten, das Foto per Mail noch mal zu schicken. Geschrieben, getan und wenige Tage später halte ich die neue Dose in der Hand.

Blöd ist aber, dass die Dose wieder genauso türkisstichig ist. Nun rufe ich bei Personello an. Zwar ist der Kundendienst nur von 9-11 Uhr werktags erreichbar, aber immerhin ist es eine normale Festnetznummer, für die nicht 14 Cent/Minute anfallen. Die freundliche Dame am Telefon ist die gleiche, mit der ich Mailkontakt hatte. Ich trage meine Beschwerde vor und sie fragt ihren Kollegen an den Maschinen. Dieser meint jedoch zu ihr, dass er da nichts ändern könne, bei einigen Motiven gehe das eben nicht anders.

Ja, blöd gelaufen. Da wird als Service der Druck auf Dinge angeboten, auf die sich anscheinend nicht richtig drucken lässt. Als Entschädigung bietet mir die Dame 20% Rabatt an, auf den ich jedoch dankend verzichte. Denn: So ärgerlich der falsche Druck bei einem Geburtstagsgeschenk auch ist, zumal er nicht korrigiert werden konnte, so vorbildlich ist doch die Abwicklung der gesamten Beschwerde gewesen.

Alte Bank, neue Adresse

Der anonymisierte Antwortbrief der Bank Als ersten Eintrag etwas, was mich nicht richtig verärgerte, sondern mehr amüsierte. Sozusagen ein leichter Einstieg ins Thema Kundenservice.

Vor wenigen Monaten bin ich von Berlin nach Köln gezogen und habe mir einen Nachsendeauftrag eingerichtet. Fast alle Freunde, Geschäftspartner und sonstige Kontakte waren informiert, fehlte nur noch eine meiner Banken.

Als erstes schrieb ich der Bank eine E-Mail mit der Bitte um Adressänderung. Daraufhin bekam ich die Antwort, dass ich das schriftlich machen müsse, damit sie sich sicher sein können, dass ich auch dazu berechtigt sei. Na gut, Schreiben aufgesetzt und abgeschickt. Paar Tage später bekomme ich einen Brief geschickt an die alte Adresse, in dem stand, dass meine neue Adresse ab sofort als Kontaktweg genutzt würde. Es geht also auch kompliziert, wenn es einfach ginge.

Übrigens bat ich im selben Brief auch um die Zusendung eines Änderungsformulars für einen Freistellungsauftrag, aber der ist auch vier Tage später nicht angekommen…

Kleines Update am 20.02.2008: Obwohl ich es längst schriftlich habe, dass die Bank meine neue Adresse kennt, wird das Kundenmanagazin derBank weiterhin an meine alte Adresse geschickt.

Besser als Amok laufen

Bevor ich vor Frust über unwissende Callcenter-Mitarbeiter, unbeantwortete Emails oder schnippische Damen an Service-Hotlines Amok laufe, dachte ich mir, dass ich meine Erfahrungen mit dem Kundendienst einiger Unternehmen einfach veröffentliche.

Vielleicht tröstet es einige, nicht alleine zu sein, vielleicht rettet es mir einfach den Verstand.

Fangen wir an…